Die Geschichte ...
In diesem Hügelgebiet im
Norden Italiens lebten einst etruskische Hirten-
und Bauernvölker, die sich schon seinerzeit dem
Anbau von Trauben und der Weinbereitung
widmeten. Gemäß Titus Livius fielen die von der
Schönheit der Orte überwältigten Kelten nach
ihrem Sieg über die Etrusker um 400 v.Chr. in
diesem Land ein. Plinius der Alte beschrieb
hingegen, wie sich die Römer im Jahr 223 v.Chr.
definitiv in diesem Gebiet niederließen und ihm
den Namen Gallia Cisalpina, oder Gallien
diesseits der Alpen gaben.
Infolge der römischen
Eroberung soll dieses Gebiet in den lateinischen
Namen Emerenziana umbenannt worden sein, der von
den persönlichen Namen "Emerentius" oder "Emerentia"
abgeleitet wurde.
Im Laufe der Ereignisse,
die ganz Europa berührten, folgten ab dem 5.
Jahrhundert Einfälle durch die Ostgoten, die
Langobarden und Franken aufeinander, die bis zum
8. Jahrhundert Verwüstungen mit sich brachten.
Zu einem späteren Zeitpunkt, im 10. Jahrhundert,
erlitt dieses Land Einfälle seitens der
Saraszenen, bis die bedeutende Lehensfamilie
Aleramici im Jahr 951 die Markgrafschaft
Monferrat ins Leben riefen.
Im Mittelalter fand der
lateinische Name in verschiedenen Dokumenten
Erwähnung, die schon in Vulgärlatein verfasst
waren:
- Marencanus (in Schriftstücken aus dem Jahr
1188)
- Maranzana (aus dem Jahr 1199)
- Marenzanan (aus dem Jahr 1257)
- Maransana (aus dem Jahr 1353).
Die ausschlaggebende Bezeichnung Maranzana geht
auf die Zeit vor dem 16. Jahrhundert zurück, in
der der Begriff keinen weiteren Abänderungen
unterzogen wurde.
Im Jahr 1536 ging die Markgrafschaft an die
Gonzaga von Mantua und im Jahr 1713 an Viktor
Emanuel von Savoyen über.
Ab jener Zeit war Maranzana eng mit dem
Schicksal der Savoyen verbunden, nahm teil an
dem Italienischen Risorgimento und an den
Weltkriegen.
